Mikroplastik verbieten!

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Mikroplastik in Kosmetik? Nein Danke!

So äußerten sich 150 Moosburger am vergangenen Samstag. Am Greenpeace Infostand vor der VHS in Moosburg informierten sich trotz des schlechten Wetters viele Moosburger zu diesem Thema. Am Stand der Moosburger Greenpeace Gruppe konnte dann auch „bestaunt“ werden, wieviel Mikroplastik sich in Kosmetika befindet. Hierzu hatten die Greenpeacer Plastik aus Kosmetik herausgefiltert, mit einer erstaunlichen Menge als Ergebnis. Auf großen Plakatwänden wurden außerdem Kosmetikartikel gezeigt, die einen hohen Anteil an Mikroplastik enthalten. Viele Moosburger zeigten großes Interesse an der Smartphone-App Codecheck, mit der auf einfachste Art und Weise bereits beim Einkauf geprüft werden kann, welcher Artikel mit Mikroplastik oder anderen bedenklichen Stoffen belastet ist.

In Make-Up, Peeling oder Duschgel werden sie verwendet: Mikroplastikpartikel, flüssige Kunststoffe und Silikone.  Mit dem Abwasser gelangen die Stoffe über die Flüsse bis in die Meere. In Fischen und Meeresfrüchten rund um den Globus wurden bereits Kunststoffe nachgewiesen. In Folge landen diese Mikropartikel auf den Tellern und somit im Magen und Körper der Verbraucher. Kaum ein Grundnahrungsmittel, darunter Fleisch, Fett, Getreide, Obst, Gemüse, Milch oder Milchprodukte und vor allem Fisch, das nicht damit belastet ist. Stoffe im Plastik können Krebs, Unfruchtbarkeit, Autismus oder Allergien auslösen.

Wie in Moosburg zeigten Greenpeace Ehrenamtliche in ca. 70 deutschen Städten am Samstag, welche Produkte Plastik enthalten und wie man Kunststoff freie Kosmetik erkennt. Während Länder wie die USA, Kanada und England Mikroplastik bereits verboten haben oder in der Umsetzung sind, setzt Deutschland allein auf eine Selbstverpflichtung der Industrie und lehnt eine gesetzliche Regelung ab. Diese freiwilligen Selbstverpflichtungen funktionieren aber nicht, da jeder Mikroplastik anders definiert (Größe, welche Plastiksorten) und unterschiedliche Fristen für einen Bann von Plastik aus seinen Produkten anstrebt. Dabei ist Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmittel überflüssig und ersetzbar. Die Forderung von Greenpeace an Umweltministerin Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit), ein Verbot von Kunststoffen in Kosmetikprodukten zu erlassen, wurde von rund 150 Moosburger unterstützt. Sie waren trotz des starken Regens bereit, Postkarten an Frau Dr. Hendricks auszufüllen und zu versenden.

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