Schutz für die Antarktis

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Wir haben gestern zum ersten Mal zeitgleich zwei Teams auf die Straße gebracht. In Moosburg am Stadtplatz und in Freising in der Fußgängerzone herrschte reges Interesse, viele Besucher waren bereits gut informiert und wollten nur wissen, wo sie unterschreiben können, viele konnten in angenehmen Gesprächen auf die Dringlichkeit des Themas hingewiesen werden. Bisher kamen gut 120 Unterschriften zusammen, einige Listen sind noch unterwegs.

In Moosburg steht der Wegweiser jetzt im Eingangsbereich eines Fachgeschäfts in der Innenstadt. Das Freisinger Schild wird durch Schaufenster einiger Geschäfte in der Innenstadt wandern, in denen auch entsprechende Unterschriftenlisten und Informationsmaterial ausliegt. Wir starten bei Fashion & More in der Unteren Hauptstraße 50 in Freising.

Zum Thema

Klimawandel und Fischerei bedrohen die Antarktis. Darum muss in diesem einzigartigen Ökosystem ein Schutzgebiet eingerichtet werden. Es wäre das größte der Erde.
Fast die Hälfte unseres Planeten ist bedeckt von Ozeanen, die der gesamten Menschheit gehören. Diese Meere sind unser gemeinsames Erbe –  wir müssen sie vor unkontrollierter Ausbeutung bewahren.
Doch das vielfältige und empfindliche Ökosystem der Antarktis ist nicht bloß von Ölkonzernen bedroht, auch die Fischereiindustrie wittert im Südpolarmeer gute Geschäfte. Denn ebenso wie in der Arktis sind am Südpol die Auswirkungen des Klimawandels spürbar: Wo früher undurchdringliche Eisdecken waren, können an manchen Orten im Sommer Fischfangflotten kreuzen.

Das größte Meeresschutzgebiet der Welt

Darum braucht es Schutzabkommen für die Antarktis, die weiter greifen als der „Weltpark“. Erst vor Kurzem traten die Regelungen für ein riesiges Meeresschutzgebiet im antarktischen Rossmeer in Kraft, ein weiteres steht demnächst zur Abstimmung: Beschließt die CCAMLR, die internationale Kommission zum Schutz der Antarktis, das Weddellmeer vor der ausbeuterischen Fischfangindustrie zu schützen, entstünde dort das größte Meeresschutzgebiet der Welt – auf einer Fläche, die fünfmal so groß wie Deutschland ist.
Besonders ein Wirtschaftszweig ist in dem Gebiet bereits rege: Nahe des Weddellmeers fischen Trawler nach Krill, kleinen garnelenartigen Krebstieren. Als Futterquelle sind sie die Basis allen antarktischen Lebens. Die Mehrzahl der Tiere des dortigen Nahrungsnetzes ist von Krill abhängig: Pinguine etwa und Robben, aber vor allem die Großwalarten wie Blau- und Buckelwal.
So unverzichtbar Krill in der Antarktis ist, so ersetzlich ist er für die Wirtschaft: Er landet als Futter in Aquakulturen oder in Omega-3-Fettsäure-Pillen für den menschlichen Verbrauch. Doch ein gesundes Ökosystem in der Antarktis ist der menschlichen Gesundheit weit zuträglicher als irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel: Wie alle Ozeane schenkt uns das Südpolarmeer frischen Sauerstoff und bindet klimaschädliches Kohlenstoffdioxid.

Werden Sie Antarktisschützer!

Die Antarktis-Kommission CCAMLR muss 2018 für ein Schutzgebiet im Weddellmeer stimmen – nur so kann die Gesundheit dieses einzigartigen Ökosystems und der darin lebenden Tiere gewährleistet werden. Greenpeace Moosburg beteiligt sich im Rahmen einer bundesweiten Kampagne am 27. Januar 2017 mit zwei parallelen Informationsveranstaltungen in Freising und Moosburg. Besuchen Sie unseren Infostand und fordern Sie die Kommissionsmitglieder mit Ihrer Unterschrift auf, eine historische Entscheidung für den Meeresschutz zu treffen.

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