Aktion Agrarwende

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München, Freitag den 02. August 2019. Ehrenamtliche Greenpeace-Mitglieder aus Augsburg, München und Moosburg treffen sich im Rahmen der Agrarwende-Tour von Greenpeace Deutschland auf dem Münchner Marienplatz um für eine umwelt-, klima- und bauernfreundliche Umverteilung der Subventionen zu werben.
 
Unter anderem mit einer überdimensionalen Postkarte, adressiert an Herrn Manfred Weber, machte Greenpeace auf das Thema aufmerksam. Diese wurde mit Freude von Interessierten und Passanten unterschrieben oder bemalt. Gemeinsam mit neun weiteren Karten, alle adressiert an EU Abgeordnete der CDU/CSU, werden wir diese in Brüssel oder Straßburg pressewirksam der EU übergeben.
Zudem wurden weit über 100 Unterschriften für die Petition „Kein Geld für Kima-Sauereien!“ abgegeben. Auch Ihr könnt hier aktiv werden und Umwelt sowie Tiere mit Ihrer Unterschrift unterstützen: https://www.greenpeace.de/keine-klimasauereien
 
Zum Hintergrund:
 
Die Landwirtschaft erhält mit 58 Mrd. Euro die höchsten Subventionen aus der EU. Das bedeutet, jeder Bürger bezuschusst jährlich die Landwirtschaft mit 114 Euro. Innerhalb der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) werden die Geldströme festgelegt und verteilt.  Davon fließen jährlich 6,2 Mrd. Euro an Landwirte in Deutschland.
 
Greenpeace fordert nicht, wie oft falsch dargestellt, eine Reduzierung der Geldleistungen an die Landwirte, sondern eine gerechte und an Nachhaltigkeit orientierte Verteilung. Es sollen Betriebe gefördert werden, die nachweislich umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, sich also für die Förderung der ländlichen Entwicklung einsetzen. Dagegen soll die Förderung für Agrarfabriken, welche industrielle Viehhaltung und Landbau betreiben, massiv und schnell zurückgefahren werden. „Diese Betriebe sind Haupt- und Mitverursache für  Artensterben, Wasserverschmutzung, Klimaschädigung und unendliches Tierleid.“ , so Stefan Maier von Greenpeace Moosburg.

Heute werden Subventionen zum größten Teil über Direktzahlungen, welche an der Fläche ausgerichtet sind, zugewiesen. Somit werden Agrarfabriken gestärkt, gleichzeitig kleinere und nachhaltig arbeitende Betriebe geschwächt und an die Wand gefahren. Das muss gestoppt werden!
 
Weitere Informationen zum Thema findet Ihr unter: https://www.greenpeace.de/klimasauerei
 

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