Bienenfrühstück in Moosburg

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Am Samstag, den 14.2.2016 informierte die Moosburger Greenpeace Gruppe von 9:00 bis 12:00 vor der Moosburger VHS zum Thema „Bienensterben“. Mit fachkundiger Unterstützung eines Imkers wurde dargestellt, wie der Einsatz von Pestiziden die Bienenbestände gefährdet und welche weitreichenden Folgen und Risiken dies für die gesamte Landwirtschaft in Europa nach sich zieht.  Es wird immer deutlicher, dass die im Pflanzenschutz eingesetzten Insektenvernichtungsmittel eine entscheidende Rolle beim Sterben der Bienen spielen. Schnelles Handeln ist hier nicht nur möglich, sondern dringend geboten. Greenpeace identifiziert im aktuellen Report sieben bienengefährdende Pestizide, die umgehend verboten werden müssen.

Die Bienenpopulationen gehen weltweit zurück, in den vergangenen Wintern lag die Sterberate in Europa bei durchschnittlich 20 Prozent, in Deutschland teilweise sogar bei bis zu 30 Prozent. Bienen tragen nicht nur durch die Produktion von Honig zur menschlichen Ernährung bei. Gemeinsam mit wildlebenden Insekten besteht ihre wichtigste Leistung in der Bestäubung zahlreicher Kulturpflanzen. Ohne diese wäre ein Großteil unserer Nahrungsmittel von einem massiven Produktionsrückgang betroffen. Etwa ein Drittel unserer Nutzpflanzen müsste ohne Insekten mit anderen Mitteln bestäubt werden. Ohne Bestäubungsinsekten würden viele der wichtigsten Obst-und Gemüsesorten auf unserem Speiseplan fehlen. Und auch einige der für die Produktion von Milch und Fleisch genutzten Futterpflanzen wären von einem Rückgang der Bestäuber betroffen.

Der Versuch einer Abschätzung des globalen wirtschaftlichen Nutzens der Bestäubung lieferte unlängst einen Wert von 265 Milliarden Euro. Der reale Verlust kann jedoch kaum beziffert werden, da die von Insekten erbrachte Bestäubungsleistung nicht ersetzt werden kann. Dies gilt nicht nur für vom Menschen angebaute Kulturpflanzen. Auch die Artenvielfalt in natürlichen und naturnahen Lebensräumen wird durch das Sterben der Bestäuber empfindlich in Mitleidenschaft gezogen.

Mit dem Infostand machte Greenpeace Moosburg auf diese Problematik aufmerksam und verdeutlichte, welche Gefahren von bienengefährdenden Pestiziden ausgehen.