ReUse Revolution

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Wer verpackungsfrei einkaufen will, oder Orte kennt, an denen das möglich ist, kann ab heute unter www.reuse-revolution-map.greenpeace.de auf die interaktive Deutschlandkarte von Greenpeace zugreifen. Verbraucherinnen und Verbraucher können dort entsprechende Geschäfte in ihrer Umgebung finden und auch selbst in die Karte eintragen. 

 
Die Karte soll nicht nur auf spezielle Unverpackt-Läden, die ihr gesamtes Sortiment lose anbieten, hinweisen. Auch konventionelle Bäckereien, die Brot und Brötchen in mitgebrachte Stoffbeutel füllen, oder Supermärkte, die an der Käsetheke die Vorratsbox von zuhause zum Verpacken akzeptieren, sollen Einträge erhalten.

Deutschland bei Verpackungsmüll traurige Spitze in Europa

In Deutschland fallen nach Angaben des Bundesumweltamts (UBA) jährlich rund 20 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an, so viel wie in keinem anderen Land in Europa. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März ist der Verbrauch an Kunsstoffverpackungen in Privathaushalten im Monatsdurchschnitt hierzulande noch einmal um etwa zehn Prozent gestiegen. Dabei sind wiederverwendbare Verpackungen und unverpackte Lebensmittel auch in Pandemiezeiten gesundheitlich absolut unbedenklich, wie 120 internationale Expert*innen im Juni in einer Stellungnahme erklärten.

Einwegverpackungen stellen nicht nur nach Gebrauch ein Umweltproblem dar. Bereits die  Produktion verbraucht wertvolle natürlichen Ressourcen und belastet das Klima. So besteht Plastik zu 99 Prozent aus Rohöl. Heute ist der diesjährige so genannte “Earth Overshoot Day” (Weltüberlastungstag), der Tag, bis zu dem weltweit so viele Ressourcen verbraucht wurden, wie innerhalb eines Jahres nachwachsen können.